Ein folgenschweres Ereignis

RS_Ein-folgenschweres-Ereignis_w600_h551Einst bewegten sich Urvater und Urmutter auf allen Vieren, ihre Nahrung zu suchen.

Eines Tages sagte Urmutter: “Wie stark und breit deine Schultern sind, Mann. Ich mag es, meine Hand auf sie zu legen und mich zu stützen.”

“Tue das, mein kleines Weibchen. Ich biete dir festen Halt und Sicherheit.”

“Bin ich dir auch nicht zu schwer?”

“Überhaupt nicht. Stütze dich so lange Du willst.”

“Dann will ich das auch tun und mich dabei ein wenig in die Höhe recken, das tut gut.”

Glücklich und zufrieden verharren die beiden in diesem Zustand. Er ist stolz auf seine Stärke und Standhaftigkeit. Sie ist wundersam erregt, denn hoch aufgerichtet ist sie den Früchten an den Zweigen näher gekommen. Auch kann sie weiter in die Ferne schauen. Alles um sie her sieht auf einmal anders aus.

Um die duftenden Baumesfrüchte ergreifen zu können, läßt sie die Schulter ihres Mannes los und steht frei auf ihren Hinterfüßen und macht zwei Schritte. Wenig später lassen sich beide die gepflückten Früchte schmecken.  Urvater bedankt sich. Und da er von dem kleinen Ereignis nichts mitbekommen hat, fragt er: “Wie bist Du an die Früchte gekommen ?”

“Ich habe mich einfach aufgerichtet, weißt Du, konnte den Kopf frei bewegen und alles in der Höhe Befindliche erkennen. Das werde ich jetzt öfters tun. Wir werden großen Nutzen davon haben, denke ich.”

“Davon bin ich überzeugt.” Und vom Großen Geist inspiriert sagt Urvater:  “Lerne das Höhere zu begreifen und lerne den aufrechten Gang.”

Und treuherzig fügt er hinzu: “Wenn Du ihn dann kannst, zeigst Du es mir, damit ich ihn lerne.”

Auch Urmutter hat einen Schritt auf zukünftige Weisheit hin getan: “Ich weiß nicht ob ich das kann, dir etwas zeigen und dich belehren. Aber unsere Kinder, da bin ich mir sicher, die werden es ganz von selbst können.”

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Alle Rechte: RS

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