Fest und Fließend

RS_Fest-und-Fliessend_w600_h297Das formlos Fließende: “Ich hatte in meiner Jugend auch so eine stramme Figur wie du. Erinnere mich noch gut daran. Deshalb kann ich gut nachfühlen wie es dir geht.”

Das aufrecht Feste: “Dass du einmal so wie ich ausgesehen haben sollst, kann ich mir gar nicht vorstellen. Es müsste doch noch irgendetwas davon übrig geblieben sein. Nein, ich glaube dir nicht. Du bist nur neidisch auf meine guten Formen.”

Das formlos Fließende: “Meinetwegen glaube es nicht. Ich bin j a älter als du, habe die Auflösung und die Verwandlung erlebt, die dir noch bevor steht. Deshalb kannst du mich nicht verstehen, wie sehr ich mich auf eine neue Gestalt freue, wie sich alles in mir in völliger Entspannung sich bereit hält, von einem Partner mit Gestaltungswillen geliebt zu werden.”

Das aufrecht Feste: Was du da sagst, kann ich mit dem Verstand nachvollziehen aber meinem Gefühl bleibt es fremd, weil ich derartiges noch nicht erlebt habe, jedenfalls nicht erinnern kann. Aber neugierig hast du mich gemacht auf eine Zukunft, die voller Überraschungen sein wird. Und etwas Neues hast du in mir erweckt, eine – wie soll ich sagen – Bescheidenheit. ich bin mir meiner Festigkeit nicht mehr ganz so sicher. Ich beginne etwas von deiner Weichheit in mir zu spüren. Das könnte ein Schimmer der Zukunft sein.”

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Alle Rechte: RS

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